Kind und Kegel

und was das familienleben sonst noch zu bieten hat!

Archive for March, 2010


Der Umzug

Am 27.03.2010 war es also soweit. Ein weiterer umzug von uns stand vor der türe. Aber alles der reihe nach. Bevor wir überhaupt umziehen konnten mussten wir so einiges vorbereiten. Die meisten von euch kennen das ja. Adressänderungen, organisation eines reinigungsinstitutes, vorbereitende massnahmen wie einpacken, keller räumen ect. Viel arbeit also.

Ab donnerstag 25.03.2010 hatte ich bereits “umzugsferien” und verushka und ich konnten uns so voll und ganz auf die vor uns stehenden aufgaben konzentrieren. Angefangen haben wir mit einer ausgiebigen shopping-tour beim möbel-schweden. Wir brauchten noch ein paar küchenschränkchen , da die staumöglichkeiten in der neuen wohnung doch eher begrenzt sind. Einen neuen, kleineren esstisch haben wir auch noch eingekauft, da der alte um längen zu gross für die neue wohnung war. Ebenfalls waren wir noch bei hornbach um uns noch eine arbeitsplatte zurechtschneiden zu lassen.

Damit wir das alles auch transportieren konnten, haben wir mit sabina (die patentante von aimee) einen autotausch vorgenommen. Dieser familien-van scheint aimee aber nicht wirklich gut zu bekommen, denn kurz vor ankunft hat sie sich komplett vollgekotzt vollgespuckt. Selbstverständlich hatte verushka genau an diesem tag keine ersatzkleider dabei. Dementsprechend bin ich kurzerhand in den nächsten laden gerannt und habe aimee eine komplettausstattung kleider besorgt.

Nach dem ersten maleur konnten wir uns dann endlich dem fun-part unserer shoppingtour widmen.

Nach dem Einkauf kam dann das zusammenschrauben der eingekauften ware. Verushka entpuppte sich hier zur wahrhaften schrauberkönigin. Sie hatte ihren küchenschrank im eiltempo zusammengeschraubt. Und auch die arbeitsplatte hängt dank ihrer hilfe komplett waagerecht an ihrem bestimmungsort.

Am freitag ging dann die grosse packerei los. Zum glück konnten wir die kids für ein paar stunden zu aleksandra (die mutter von tristans neuem besten freund bennet) geben. So hatten verushka und ich genügend zeit um all unseren kram einzupacken. Tristan durfte dann von freitag auf samstag auch noch bei seinem omi schlafen. Dementsprechend war der weg in seinem zimmer frei und wir konnten uns darauf konzentrieren auch in diesem raum klarschiff zu machen.

Während wir bis nachts um 12 uhr gearbeitet haben schlief aimee wunderbar und liess sich von dem ganzen lärm nicht beeindrucken.

Am samstagmorgen ging es für verushka und mich dann um 06:00 uhr wieder frisch und fröhlich weiter. Aimee durfte dann so um 08:30 zu isa um den tag bei ihr zu verbringen, während tristan den tag bei seinem omi verbracht hat.

Ab 08:30 uhr trafen dann nach und nach unsere umzugshelfer ein. An dieser stelle noch ein riesen dankeschön an alle die uns so kurzfristig zugesagt haben uns zu unterstützen!! Hier mal alle helfer die uns mit vollem einsatz unterstützt haben: Alex, Jan, Stefan, David, Bruno, Michi, Rahel, Rouven und Roman.

Dann ging es im eiltempo los. Zuerst kamen die grossen und schweren möbel sowie einige der gepackten kisten aus der wohnung. Nach ca. 1h15min war das gröbste auch schon in den transportern verstaut. Und dann griff die 80/20er Regel. Die ersten 80% sind immer schnell weg und verpackt und die restlichen 20% des umzugsgutes brauchen mehr zeit… auch bei uns traf das ein, da wir nicht wirklich zeit hatten all das kleinzeugs richtig zu verpacken. Aber alles in allem waren wir doch sehr schnell und nach zwei fahrten mit zwei transportern war dann auch wirklich der letzte rest aus der alten wohnung verschwunden.

Währenddessen wurde in der neuen wohnung schon schwer geschraubt und gebastelt. Kabel verlegt und die kinderzimmer bereits eingeräumt. Dank unserem hervorragenden umzugsteam kamen wir in grossen schritten voran. Nach einer kurzen mittagspause mit feinen sandwiches, die wir rahel zu verdanken haben gab es zum nachtisch auch noch ein paar feine muffins die uns rahel am vortag gebacken hat. Vielen dank dafür =)

Leider hatten wir zu dem zeitpunkt auch schon einen helfer-ausfall zu verzeichnen. Ich nenne jetzt keine namen, aber es tut uns schrecklich leid für den kaputten rücken! :-(

Michi gab vollgas mit der total veralteten hausverkabelung (ca. eine steckdose pro raum). Rouven hat im keller aufgeräumt. Roman hat uns die ersten lampen montiert und die restlichen helfer waren damit beschäftigt die zahllosen möbel an ihrer position aufzustellen.

Was ich bis jetzt noch gar nicht erwähnt habe ist, dass wir wunderbares wetter hatten. Trotz der schlechten vorhersagen, hat uns der liebe wetterfrosch nicht im stich gelassen uns es ist bis ca 16:00 uhr kein tropfen regen gefallen, was uns wirklich zugute kam. Ich möchte mir nicht ausmalen was alles anders gelaufen wäre, hätte es geregnet.

Um ca. 18:00 uhr habe ich dann den grill das erste mal auf dem neuen balkon angeworfen um ein paar würste für die verbleibende helferschaft zu braten. Nach einer weiteren kurzen mahlzeit ging es dann noch bis ca 21:00 uhr weiter. Bis zu diesem punkt war wirklich schon fast alles erledigt. Bis auf viele kisten die noch darauf warteten ausgepackt zu werden.

Der montag und dienstag stand dann voll im zeichen des auspackens. Tristan und aimee durften am montag gemeinsam noch einmal zu isa. Verushka hat sich dem schachtel-chaos angenommen, während ich noch in der alten wohnung war um all die löcher zu stopfen.

Der stand von heute morgen ist dementsprechend hervorragend. Wir haben nur noch 8 teilweise nur halbvolle kisten die noch so rumstehen für deren inhalt wir aber (noch) keinen platz haben.

Es war wieder ein toller umzug der flott von statten ging. Und dank unserer freunde und verwandten konnten wir ihn wie geplant durchführen.

Darum hier noch einmal namentlich alle die uns so hervorragend unterstützt haben:

  • Omi fürs aufpassen auf tristan.
  • Isa und aleksandra für’s kinderhüten.
  • Mimmo für den transporter.
  • Roman für den transporter und das helfen beim umzug.
  • Michi für die tolle verkabelung und seinen genialen einsatz beim umzug.
  • Rahel für ihre hilfe beim einpacken von aimee’s zimmer und der küche. Für die sandwiches und die super feinen muffins.
  • und dann noch jan, david, bruno, rouven, stefan und alex als starke zügelmannen

Und ganz zum schluss gibt es noch einige bilder die ich mit dem iphone während des umzuges gemacht habe. Hier seht ihr auch (fast) alle umzugshelfer. (Leider hat es das bild von rahel nicht gespeichert. Das bild wird aber nachgeliefert)

Umzug!

Bunt ist die welt und granatenstark!

Das ist so in etwa das erste was mir in den Sinn gekommen ist als ich folgenden küchenboden gesehen habe.
Der Küchenboden

Dabei handelt es sich um den küchenboden unserer neuen wohnung, welche wir ab dem 27.03.2010 bewohnen werden. Sehr kurzfristig haben wir uns dazu entschieden umzuziehen. Nach fast genau zwei jahren war schlussendlich der mietzins unserer aktuellen wohnung einfach zu hoch. Die neue wohnung ist kleiner und im ausbaustandart nicht ganz so hoch wie die aktuelle. Trotzdem können wir einiges sparen wenn wir umziehen.

Von der Blumenaustrasse zur Busskirchstrasse - 650m Luftlinie
Die neue wohnung befindet sich nur 641m luftlinie weiter weg. Und trotzdem muss man alles einpacken, auseinandernehmen, die kinder versorgen, adressänderungen machen, umzugskisten und -helfer organisieren, sich um einen nachmieter kümmern und und und….

Damit wir am nächsten samstag dann nicht ganz so viel zum tragen haben, waren wir die letzten zwei tage schon sehr aktiv. So wurde praktisch der ganze keller schon in die neue wohnung (resp. keller und dachboden) überführt. Einen solchen muskelkater hatte ich schon lange nicht mehr. =)

Keller nach 2Tagen Arbeit im Alleingang

kinderwagen und öffentlicher verkehr…

Heute möchte ich einmal über ein etwas heikleres thema schreiben – Kinderwagen und der öffentliche verkehr.

Angefangen hat für mich alles mit dem tweet von @filonia

Tweet von filonia
http://twitter.com/filonia/status/10610054443

Danach ging es mit diversen tweets, in einer wie gewohnt bei so heiklen themen, spannenden diskussion weiter. Es wurden aussagen gemacht die alle ihre berechtigung haben. Nur sehe ich als weniger sinnvoll sich einen schlagabtausch mit 140 zeichen zu liefern. Deshalb möchte ich mein gedankengut zu diesem thema hier niederschreiben.

Als zweifacher vater blieb mir als erste reaktion erst einmal ein kopfschütteln. Da ich aber auch ein pendler bin der täglich mindestens 2 stunden im zug sitzt möchte ich die ganze sache so neutral wie möglich betrachten und behandeln.

Über die dreienhalb jahre in denen ich jetzt vater bin habe ich bereits so einige erfahrungen betreffend dem thema kinderwagen und öffentlicher verkehr sammeln dürfen. Meistens waren diese eher ernüchternd als erfreulich. So sachlich wie das @FlohEinstein in seinem blog schildert habe ich das ganze aber noch nie betrachtet. Persönlich finde ich diesen ansatz auch zu bürokratisch. Es geht ja schlussendlich darum, dass jeder ÖV-benutzer (hoffentlich) ein gültiges ticket besitzt und das recht auf eine möglichst angenehme beförderung hat. Manchmal ist das dann aber leider nicht möglich, da viele umstände dazu führen, dass gewisse zugverbindungen so restlos überfüllt sind und man sich gegenseitig auf den füssen steht. Da sucht dann jeder nach einem schuldigen der für die aktuelle persönliche misslage im wagon verantwortlich ist. Einmal sind es die schulklassen, welche lautstark einen ganzen wagon zum wackeln bringen, ein anderes mal sind es die Ski- und Snowboardfahrer die mit ihren nassen ski’s die sitze unter wasser setzen. Und dann gibt es auch noch die mütter mit ihren kindern, welche zu stosszeiten die wagon-platformen besetzen.

Nun ihr lieben (teilweise kinderlosen) stosszeiten-pendler, habt ihr euch schon gefragt ob mütter absichtlich morgens um 6 uhr aufstehen, damit sie euch dann um 7 uhr absichtlich (mit schreienden, nervenden, nörgeligen kindern) den start in den tag so richtig verderben können? Ok… es mag sein, dass es solche mütter gibt die sich daran erfreuen anderen gebührend auf den sack zu gehen. Ich wage aber zu behaupten, dass diese sorte von müttern in einer schockierenden unterzahl sind.

Aus meiner sicht sind das mütter, die wahrscheinlich einen termin wahrnehmen müssen/dürfen. Und da in der regel die väter um diese zeit schon im büro hocken oder auf dem weg dahin sind, bleibt den lieben müttern ja nichts anderes übrig als das kind oder die kinder mit sich zu nehmen. Alles andere wäre verantwortungslos. Egal um was für einen termin es sich handelt (Pflicht: Arzt, Vorstellungsgespräch ect oder Fun: Ausflug zur Familie, Zoo ect), ich gehe davon aus dass die mutter vorher abgeklärt hat ob es nicht möglich wäre diesen termin zeitlich etwas nach hinten zu schieben.

Zum thema kinder in den kinderwagen lassen
Eigentlich versucht man mit dieser handlung ja die mitreisenden zu schützen. Und zwar von den vorher schon erwähnten nörgel- und schrei-attacken der kinder. Denn kinder sind nicht allesamt morgenmenschen. Die meisten sind noch müde und wären überfordert mit den vielen leuten im zug. Aber in ihren kinderwägen können sie schlafen oder fühlen sich geschützt solange sie sich darin befinden. Ihr dürft euch jetzt also selbst überlegen was euch lieber ist. Ein kinderwagen mit zufriedenem kind der die platform versperrt oder eine mutter mit schreiendem kind welche den kinderwagen zusammengeklappt unter den sitz geschoben hat.

Kinderwagengrösse
Was ich in twitter auch gelesen habe ist, dass viele sagen, “buggys sind ok” aber die “off-road-killer-wagen” sind too much. Auch dafür mag es viele begründungen geben. Einer davon ist sicher, dass man in einem dreirädrigen phil-and-teds nun einfach mal zwei kinder und nicht nur eines unterkriegt. Und trotzdem ist der wagen nicht viel grösser als ein buggy. Zweitens sind diese dreirad-monster einfach besser zu manövrieren und einfacher zu schieben. Das hat wahrscheinlich sehr viel mit luxus zu tun. Aber es gibt auch leute die fahren smart, und andere fahren einen hummer (ok ok, der vergleich hinkt). Bei diesem punkt müsste man sich als mutter wirklich gedanken machen ob man nun den buggy oder das schlachtschiff mit auf die reise nimmt. Und es gibt ganz bestimmt immer wieder tage an denen man auf seinen luxus-liner nicht verzichten kann.

Überfüllte züge und mütter die den weg versperren
Manchmal sind gewisse züge so überfüllt, das mütter mit ihren kindern einfach in den wagon-platformen bleiben müssen, da schlicht und einfach kein platz mehr frei ist. So sind sie dazu verdammt die gesamte strecke zu stehen. Ich habe auch schon von fällen gehört bei denen sogar die zweitklassplatformen so mit reisenden überschwemmt war, dass eine mutter im erstklass-wagon auf der platform stehen musste und dafür von der SBB noch eine busse für “fahren ohne gültiges ticket” erhalten hat. Solche situationen sind extrem unschön. Was will man machen, wenn man einen termin hat und der zug so überfüllt ist?

Der persönliche reise-luxus-egoismus
Am ende wird diese diskussion aber von jedem einzelnen durch seinen ganz persönliche reise-luxus-egoismus getrieben. Jeder zahlt gleichviel für ein sbb-ticket. Jeder will natürlich immer das beste für diesen preis (eine ruhige angenehme reise mit eigenem sitzplatz). Ich denke das gilt für mütter genau so wie profi-pendler. Eine allgemein gültige lösung für dieses problem wird es nie geben! Die sbb kommt nicht hinterher die stark befahrenen strecken aufzurüsten. Und wenn sie es machen gibt es immer eine zielgruppe die danach unzufriedener ist. Man kann es nie jedem recht machen. Das ist ein fakt. Es wird immer nörgler geben die etwas auszusetzen haben. Deswegen schlage ich einfach vor mit gesundem menschenverstand zu handeln. Miteinander zu reden und aufeinander zuzugehen. Denn gemeinsam findet man immer einen kompromiss mit dem alle leben können. Wir sind doch alle nur menschen!

Sea Life in Konstanz

Eigentlich wollten wir heute in die Flumser Berge um ein bisschen schlitteln zu gehen. Zum Glück habe ich da noch angerufen um zu fragen ob die bei Ihren Mietschlitten auch Kindersitzchen haben, denn die Dame am Telefon hat mir dann eröffnet, dass die Piste mittelschwer zu befahren ist und sie empfehlen, dass Kinder erst ab 6 Jahren da runter sollten.

Okey… man kann ja auch übertreiben mit der “Sicherheit” für Kinder. Doch da Verushka und ich absolute Schlitten-Nieten sind, dachten wir uns wir müssen ein Alternativprogramm finden. Verushka kam dann mit einer anderen grandiosen Idee: Das Sea Life in Konstanz; etwa eine Autostunde von uns entfernt. Und so haben wir auch gleich eine Möglichkeit gefunden die schon lange gehorteten Euronen auszugeben.

Naja… nun war es so, dass sich Tristan schon so richtig auf das Schlitten fahren gefreut hatte und er in Tränen ausbrach, als wir ihm eröffneten, dass wir eben ins Sea Life gehen… :-(
Und für uns war das Umplanen auch nicht ganz einfach, da wir ja schon alle Schneefest angezogen waren und alle Ersatzkleider bereits zusammengesucht hatten.

Am Ende hat dann doch alles geklappt und wir konnten losdüsen.

Kleiner Tipp am Rande: Wenn Ihr die Tickets online bucht, kriegt ihr pro Eintritt 5€ Rabatt. Das lohnt sich schon ab einer Person.

Irgendwie habe ich mir das Sea Life aber etwas grösser vorgestellt. Es ist eng, schmal und trotz weniger Leute total überfüllt. Ich mag mir nicht ausmalen wie das an wirklich gut besuchten Tagen aussieht.

Nebenbei habe ich versucht noch ein paar Schnappschüsse von den Tierchen zu machen… einige wirklich schicke Bilder sind dabei herausgekommen! Aber seht selbst.