Kind und Kegel

und was das familienleben sonst noch zu bieten hat!

Archive for the ‘Geburt’


die geburtsanzeige…

Da nun seit gestern praktisch alle geburtsanzeigen unterwegs sind, darf ich sie endlich auch hier veröffentlichen.

Geburtsbericht: Teil 2

Wer es noch nicht gesehen hat… ich konnte heute morgen dank mobilem Internet den ersten Teil direkt aus dem Gebärsaal berichten.

Nachdem wir uns also für einen Kaiserschnitt entschieden hatten wurden direkt alle nötigen Massnahmen ergriffen um das ganze so schnell als möglich voranzutreiben. Verushka hat ein Wehenhemmendes Mittel erhalten, welches nur ab und zu gewirkt hat. Und ich, ja ich hab mich auf die grüne OP-Kluft gefreut *grins*.

Hatte ich eigentlich schonmal erwähnt, dass Verushka in diesen Krankenhausoutfits einfach nur sexxy aussieht? ;-)

Auf alle Fälle warteten wir… es hiess das ganze geht in etwa 45 min bis wir in den OP-Saal dürften. Naja…. 45 min in einem Krankenhaus können auch locker mal zu 3 Stunden werden. So auch bei uns geschehen. Um ca 13:20 Uhr wurden wir dann aus dem Gebärsaal abgeholt. Irgendwie kam mir das ganze ja noch von Tristans Geburt her sehr bekannt vor. Ich bekam meine grüne OP-Kluft und musste warten… warten bis Verushka für die OP vorbereitet war. Nach sage und schreibe 25 unendlich langen Minuten wurde ich dann abgeholt.

Das spezielle an dieser Geburt: Ich durfte die Kamera mit in den OP nehmen!

Verushka hatte gefragt ob es einen Spiegel gibt in dem man zuschauen kann wie die kleine entwickelt wird. Nachdem die Hebamme diese Frage verneint hatte, fragte ich (eigentlich nur aus Blödsinn), ob ich denn die Kamera mitnehmen dürfte. Und siehe da… zu unserem Erstaunen war dies tatsächlich möglich! Unglaublich!

Als ich dann am Ort des Geschehens angekommen bin, war alles wie damals bei Tristan. Viiiiieeeele Leute. Noch mehr High-Tech und das alles in einem sehr kalten (im wahrsten Sinne des Wortes) sterilen Raum.

Uns wurde gesagt, dass der Eingriff bei einem vorhergehenden Kaiserschnitt etwas länger dauern könnte, denn das Gewebe wäre ja vernarbt und durch das schwerer zu schneiden. Ich dachte mir nur dass sie ja wissen von was sie reden =)
Auf alle Fälle war die OP in der Tat etwas länger als bei Tristan.

Nach ca 12-13 min des “rumschnippelns” war es dann soweit. Der Kopf von Aimee wurde aus dem Bauchraum von Verushka gezogen… und *schwuuuups* war der Rest auch schon da =)

Erneut ein unglaubliches Erlebnis. Die Gefühle spielen verrückt. Die Tränen stehen einem in den Augen als die kleine den ersten Schrei macht. Und was für einen Schrei! So klein aber eine Stimme wie Tarzan aus dem Dschungel….!

Glücksgefühle überschwemmen einen förmlich und irgendwie wird einem schlagartig bewusst dass sich das leben erneut verändern wird, oder dies bereits getan hat.

Nachdem Aimee dann endlich bei uns war, wurde sie sofort in ein frisches Handtuch gewickelt und zur Kontrolle gebracht, wo ich dabei sein durfte.
Da war sie nun; unsere kleine Aimee. So lange und so sehnsüchtig erwartet. Und nach ausgiebiger Kontrolle auch Kerngesund.

Nach der Kontrolle wurde sie dick eingepackt (da der OP ja so verdammt extrem kalt war) und zu Verushka gebracht wo Aimee dann zum ersten mal ihre Mamma sehen durfte.

Selbstverständlich war die OP für Verushka noch nicht vorbei. Sie musste ja wieder geflickt zugenäht werden. Damit Aimee aber nicht zu kalt bekommen könnte verliess ich den OP mit Aimee und der Hebamme frühzeitig um noch die restlichen Kontrollen im Gebärsaal zu machen.

Aimee wog bei ihrer Geburt 3630gramm und war 47centimeter klein. Und ich dachte für mich immer wieder: “Einfach unglaublich, ein neues leben, so klein, so unschuldig und soooo süüüüüssss”.

Nach all diesen Routine-Kontrollen wurde die kleine dann wieder dick eingepackt und mir übergeben. Ich habe sie dann ca. eine Stunde auf dem Arm getragen und ihr alles erzählt was sie denn so interessieren könnte. Denn meine Mom hat mir vor der Geburt von Tristan gesagt, dass die kleinen in der ersten Stunde der Geburt extrem aufnahmefähig sind und alles in sich reinsaugen. Dementsprechend habe ich ihr von ihrem Bruder Tristan, ihrem Ur-Omi Trudi, ihrer Oma Maria und dem Opa Walter sowie von den vielen Katzen bei uns zu Hause erzählt. Ich weiss nicht genau was ich alles erzählt habe, denn eine Stunde ist sehr lang wenn man einen Monolog führt. Wahrscheinlich habe ich mich dutzende male wiederholt. Aber ich glaube das war Aimee schlussendlich egal. Denn sie hat wirklich die ganze Zeit sehr aufmerksam zugehört.

Zwischendurch gabs aber auch ihr allerallererstes Fotoshooting mit Papa =) Denn wir brauchten ja noch ein paar gute Bilder für die Geburtskarte (welche übrigens bei Zeiten hier gepostet wird).

Nach ca. 45 min des plauderns und zuhörens hat die kleine dann instinktiv angefangen nach der Brust von Verushka zu suchen. Diese war aber immer noch im OP und somit nicht wirklich verfügbar. Nach ca. 1 Stunde durften wir Verushka dann aus dem OP abholen. Wo ich ihr Aimee dann endlich zum ersten mal übergeben durfte.

Ich denke ich habe für heute genug geschrieben… und irgendwie bin ich auch ganz dezent müde.

Auf alle Fälle möchte ich unsere kleine geliebte Aimee auch auf diesem Wege ganz herzlich in unserer kleinen Familie willkommenheissen!

kurzer zwischenbericht von der geburtenfront

Ja, wie ich es heute morgen schon angedeutet habe. Es ist wohl soweit. Baby 2.0 wird heute auf die Welt kommen.

Habe ich eigentlich schonmal erwähnt, dass ich mobiles Internet liebe =) Darum kann ich jetzt auch direkt aus dem Gebärsaal den Zwischenbericht verfassen.

Ihr denkt jetzt wohl, dass Verushka mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Bett liegt und ich sie alleine lasse. Dem ist aber nicht so.

Nachdem bei Verushka heute morgen um 02:00 die Fruchtblase geplatzt ist, haben auch gleich die Wehen eingesetzt. Anfangs kamen Sie im 20 minuten Rytmus. Dann immer häufiger und stärker. Um 03:00 habe auch ich dann bemerkt, dass Verushka nicht mehr neben mir liegt. Es folgten bei mir kurze Wachphasen in denen ich mit Verushka das weitere vorgehen besprochen habe. Um 05:00 Uhr bin ich dann auch aufgestanden, da mittlerweile wirklich klar war, dass es losgeht. Nach dem Köfferchen packen gings dann auch gleich los. Kind, Kissen und Knutli (sein Lieblingsstofftier) geschnappt und ab zu Omi. Es war ca 06:10 Uhr als wir losgefahren sind.

Wir haben natürlich versucht Tristan zu sagen was nun passiert; dass nun seine Schwester auf die Welt kommt und er ein paar Tage Urlaub bei seinem Ur-Omi machen darf. Irgendwie war er super gelaunt und hat uns dann auch brav verabschiedet.

So haben wir uns dann ca um 06:35 auf den Weg ins Krankenhaus gemacht, wo wir 20 min später auch angekommen sind. Um ca. 08:00 Uhr folgte dann der erste Untersuch. Der Muttermund war da leider erst 1cm geöffnet. Es folgte Wehe um wehe und ich musste zusehen wie Verushka leidet. Irgendwie ist das ziemlich hart seine Freundin leiden zu sehen. Auf alle Fälle ging das ca 2.5 Stunden lang so. Wieder CTG und noch ein Untersuch. Dabei wurde festgestellt, dass der Muttermund immer noch nur 1cm geöffnet war. Also kein Fortschritt. Danach hat sich Verushka um 10.30 Uhr dann doch für einen Kaiserschnitt entschieden.

Es folgten die üblichen Prozedere die vor einer Operation stattfinden. Aufklärungsgespräche, Fragebogen ausfüllen und OP-Bestätigung unterschreiben.

Nun… mittlerweile dürfte es nicht mehr lange dauern und Baby 2.0 wird per Kaiserschnitt auf die Welt kommen. So far so good…. ich melde mich dann wieder!

also…

ich werde mich hassen. ganz klar. aber ich hab mich jetzt mal für eine natürliche geburt entschieden. was daran natürlich sein soll, frag ich mich noch. schliesslich kann es nicht natürlich sein, riesige sachen durch kleine öffnungen zu pressen. neinnein. aber was solls.

ah, ich war ja im spital für den untersuch (welcher 2,5 stunden dauerte) und die kleine wurde auf 3,5 kilo geschätzt… jetzt bin ich am donnerstag nochmals dort für ein weiteres ctg und einen untersuch. diesmal werde ich tristan wohl alleine unterhalten müssen, da meine freundin nicht mehr mitkommen kann. und das ctg ging das letzte mal 3/4 stunden, da madame so extrem aktiv ist und man sicher sein wollte, dass die herztöne ok sind.

ansonsten…. dreckswetter. weckt bei mir die lust, shoppen zu gehen… ;)

es ist soweit!

Manchmal läuft alles anders als geplant. Nichts ahnend begab ich mich heute morgen noch zur Arbeit. Alles schien ganz normal. �ber die Mittagspause habe ich mich noch mit einer guten Freundin getroffen, zu Mittag gegessen und über die bevorstehende Geburt von morgen gesprochen.

Am Nachmittag habe ich mich noch mit Verushka über einen Messenger unterhalten und über den anstehenden Termin im Krankenhaus (Kontrolle / Gespräch mit der �rztin und den Anestesisten) sowie die vereinzelten Wehen die sie hatte gesprochen. Ich bat Sie mir auf jeden Fall Bescheid zu geben, was den nun genau dabei herausgekommen ist.
Wie erwartet hat sich Verushka dann auch um ca 16.04 Uhr bei mir gemeldet. Nur war die Nachricht nicht eine reine Information… nein, ganz im Gegenteil. Sie bat mich so schnell als Möglich nach Hause zu gehen um Ihren Koffer zu packen. Anscheinend liess man Sie da nicht mehr gehen und durch die Wehen (welche also nicht mehr Ã?bungswehen waren) hat man sich dazu entschlossen den geplanten Kaiserschnitt vorzuverschieben. Nungut… ich also raus aus dem Büro, durch den Regen (welcher wirklich in Kübeln vom Himmel viel) mit dem Kickboard ab nach Hause um das Köfferchen zu packen.

Ihr könnt euch nicht vorstellen wie schwer es für einen Mann ist vor einem proppevollen Kleiderschrank einer Frau zu stehen. =) Aussagen wie: “Nimm doch bitte das hell gestreifte Schwangerschaftstop mit den langen Ã?rmeln mit” oder: “Du weisst ja was ich während der Schwangerschaft immer getragen habe” sind am Telefon eigentlich ganz trivial und verständlich… nur wenn man dann tatsächlich etwas sucht was Sie gewünscht hatte ist man als Mann gänzlich hilflos! :-) Auf alle Fälle habe ich sicher mehr eingepackt als eigentlich notwendig. Natürlich gingen auch einige wichtige Sachen verloren. Aber alles in allem habe ich es mit ach und krach geschafft den Koffer zu packen.
Um ca 16.39 Uhr war ich fertig und konnte mich in Richtung Auto bewegen. Was dann folgte war ein reiner Nervenkrieg. Stellt euch vor… schwangere Freundin im Krankenhaus…. es kann jede Minute losgehen… und was ist auf den Strassen los? Die reinste Verkehrshölle. Der Weg zum Spital ist äusserst kurz, führt aber durch einige sehr kritische Punkte. An einer Ampel musste ich sage und schreibe 5 Rotphasen stehen bleiben, da die Kreuzung sowas von dicht war! Ich war echt platt und nervös. Ich habe gebetet, dass ich es noch Rechtzeitig schaffen werde.
Nach ca 15min war ich dann aber endlich angekommen.

Das Köfferchen ausgepackt und schnurstracks ab in die Gebärabteilung.
Verushka hatte schon eine Infusion gelegt bekommen und trug eines dieser ungemein erotischen Krankenhausnachthemden… ihr wisst schon… die, die am Rücken offen sind!! :-) *rrrrrr*
Anscheinend hatte Sie doch schon sehr starke Wehen; trotz Wehen hemmenden mitteln. Es war erschreckend zuzuschauen, wie eine Wehe nach der anderen Verushka zum zittern brachte. Ihr kommentar… “Vergiss das mit dem Wegatmen… das wirkt einen sch***”. So wie Sie ausgesehen hat habe ich ihr das auch sofort geglaubt.
Die Zeit verging wie im Fluge. Eine Wehe folgte der nächsten. Die Anestesisten bereiteten die örtliche Betäubung vor und der Operationssaal wurde bereit gemacht.

Um ca 17.50 Uhr wurde Verushka dann abgeholt und in den OP geschoben. Dabei durfte ich sogar noch helfen. Irgendwie hab ich mich ja schon ein bisschen wie der George Clooney in ER gefühlt *lach*
Auf alle Fälle musste ich dann ca noch 25 Minuten warten, da ich erst in den OP durfte, sobald die Anestesie gesetzt und wirksam war.
Ich nutzte die Zeit um unser Auto aus der kritischen Zone zu holen und auf den Besucherparkplatz zu stellen und um mich in die sagenhaft stylische und extravagant geschnittene OP Kleidung zu werfen. Ich kann euch sagen, diese Hauben für das Kopfhaar sind echt der Burner! Man hab ich scharf ausgesehen *gggg*

Um ca 18.19 Uhr begann dann die Operation und nach nur 5 Minuten war unser Nachwuchs durch die Ã?rzte “entwickelt” (So nennt man die Geburt bei einem Kaiserschnitt; da wird nicht geboren, sondern durch die Ã?rzte entwickelt)
Ich sass die ganze Zeit bei Verushka hinter Ihrem Kopf; ich hielt ihre Hand und hab Sie gestreichelt und mit ihr gesprochen. Von der Operation habe ich reichlich wenig mitbekommen, da ja alles durch OP-Tücher verdeckt war. Ganz offen gesagt war mir das auch recht so.
Als sie den Kleinen dann entwickelt hatten, durfte ich kurz einen Blick über das gespannte OP-Tuch werfen und sah wie er gerade abgenabelt wurde. Kurz darauf ein kurzes absauggeräusch und dann die ersten Töne von unserem Sohn. Es war ein wundervolles Geräusch. Ich hatte tränen in den Augen; ich war überglücklich.
Verushka hatte sich die ganze Zeit über wirklich hervorragend gehalten. In anbetracht dessen, dass man wirklich an Ihr herumgezerrt und gerüttelt hatte…
Nachdem die Hebammen den kleinen etwas geputzt hatten durfte ich in den Nebenraum und unseren Sohn zum ersten mal berühren…. mein gott… was für ein gefühl. Mir schossen tausend wunderbare Gedanken durch den Kopf. Der dominanteste: “Du bist jetzt ein Daddy!”

Es war also vollbracht:

Tristan Samuel Tyler Leandro Warrior Salvo

kam geund und munter per Kaiserschnitt am 03.10.2006 um 18.24 Uhr auf unsere Welt. Er war bei der Geburt 54cm gross und 3935g schwer.

Tristans erster Tag #2 Tristans erster Tag #1
(die Bilder sind nicht allzu gut / das licht war schlecht und ich wollte weder Verushka noch Tristan gross stören / Bessere Bilder folgen)

Danach durfte ich Tristan auf den Arm nehmen und zu Verushka bringen. Wir blieben dann zusammen die ganze Zeit bei Verushka, bis Sie mit der OP fertig waren und die Wunde wieder genäht war.

Danach war alles ganz entspannt. Wir kriegten sehr viel Zeit um unsere neue kleine Familie zu geniessen. Ich durfte den kleinen Baden und auch die ersten Mahlzeiten an der Brust von Verushka konnte er zu sich nehmen.
Natürlich kam immer wieder die Hebamme um nach Verushka und dem kleinen zu schauen.
Gegen 22.00 Uhr wurde Sie dann in das Wochenbett verlegt. Derzeit teilt Sie sich ein Zimmer mit einer anderen Jungen Mutter, welche auch heute ihr erstes Kind bekommen hat.

Es ist also soweit… unser Abenteuer “Familie” hat heute begonnen! Ich bin der glücklichste Mann/Daddy auf Erden!
Bo