Es ist ja noch gar nicht solange her als tristan 3 jahre alt wurde. Bei all den vorbereitungen und anderen dingen die einem so durch den kopf gegangen sind blieb eines etwas auf der strecke. Verushka hatte zwar schon einmal kurz darüber berichtet, aber ich möchte das heute etwas ausführlicher behandeln.
Für uns erwachsenen ist es selbstverständlich, dass wir bei harndrang aufstehen, zur toilette gehen und unser geschäft verrichten. Aber wie bringt man einem kleinkind bei, “es” zu verkneifen und sich zu melden wenn es “mal muss”…??
Für erfahrene eltern mit einem oder mehreren kindern welche aus dem windelalter schon draussen sind ist das selbstverständlich einfach. Man bekommt hunderte tausende tips wie es denn am besten funktioniert. Ich weiss, dass diese tips alle sehr gut gemeint sind… aber schlussendlich muss man herausfinden, dass jedes kind anders ist. Das eine läuft schon mit 10 monaten hat dafür aber keine zähne, das andere spricht mit 14 monaten wie ein buch, kann aber noch nicht laufen und dann gibt es noch die, welche schon mit 20monaten “stubenrein” sind, aber noch nicht mit der gabel essen können.
Als tristan zwei jahre alt wurde sagte ich mit fester stimme zu verushka: “Es wird zeit, dass tristan trocken wird… mach mal!”
Heute stelle ich fest, dass dieser befehl aussage für verushka nicht umsetzbar war. Denn ein kind muss aus meiner sicht selber bereit sein den schritt auf die toilette bzw. das töpfchen zu wagen. Es muss selber merken, dass die körperlichen ausscheidungen in der windel unangenehm sein können.
Und so hat es verushka in den letzten wochen mit einer unbeschreiblichen geduld und kontinuität fertig gebracht tristan trocken zu kriegen. Denn tristan war kurz vor seinem dritten geburtstag endlich von sich aus soweit den schritt zu wagen. Nach hunderttausend mal fragen ob er denn auf die toilette muss um ein “bisi” zu machen kam für verushka nach 99′999 “nein’s” das erste “ja, ich will auf die toilette”.
Was muss das für eine erlösung gewesen sein? Für beide seiten… Verushka erzählte mir, dass tristan bis über beide ohren gegrinst hatte und total stolz auf sich selber war. Zurecht wie ich finde. Als kinderloser erwachsener kann man das wohl gar nicht nachvollziehen was für eine freude in einem elternteil aufkommt wenn das eigene kind trocken wird. Man ist mit stolz erfüllt, freut sich für den kleinen und hofft, dass all die wickel-sessions bei denen das kind sich wehrt und windet endlich ein ende haben.
Mittlerweile meldet tristan immer öfter von alleine, dass er das kleine oder grosse geschäft erledigen muss. Meistens kommen diese meldungen immer sehr spontan und zu unpassenden zeiten wie zum beispiel während dem abendessen. Und dann muss es schnell gehen. =)
Selbstverständlich gab es seit der windellosen zeit auch den einten oder anderen “zwischenfall”. Diese wurden aber immer von allen parteien gut weggesteckt und tristan wurde mit aufbauenden worten getröstet resp. es wurde ihm mut zugesprochen es beim nächsten mal wieder besser zu machen.
So haben wir jetzt also einen fast trocken sohnemann der extremst stolz auf seine leistung ist.
Mein respekt an dieser stelle geht zu 100% an verushka, die mich und meine vorstellungen ertragen und mit ihrer eisernen geduld tristan bei seinem “projekt-toilette” so unglaublich toll unterstützt hat.
Verushka, du bist das beste mami und die beste lebenspartnerin die man sich nur wünschen kann!
PS: ich würde gerne mal wissen wie es ist auf einer toilette zu sitzen, deren sitzring auf meiner bauchnabelhöhe ist =) da muss man bestimmt ganz (sch)windelfrei sein oder? =)


